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	Kommentare zu: Grundlagen der Statistik: Was sind Zusammenhangsmaße – und warum ist Korrelation nicht gleich Kausalität?	</title>
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	<description>Clevere Aussichten</description>
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		<title>
		Von: Christian Reinboth		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-9988</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Reinboth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2020 14:44:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-9979&quot;&gt;Jörg Kleinsteuber&lt;/a&gt;.

@Jörg Kleinstüber: Vielen Dank für die freundliche Rezension und natürlich die interessante Frage. Sicher ist, dass das Vorhandensein einer Korrelation nicht zwangsweise bedeuten muss, dass auch ein inhaltlicher Zusammenhang existiert - aber könnte es umgekehrt ein Szenario geben, in dem ein Korrelationskoeffizient sehr niedrig ausfällt, obwohl eigentlich doch ein Zusammenhang besteht?

Ich würde das bejahen. Insbesondere zwei Möglichkeiten fallen mir ad hoc ein:

a) Man testet mit dem für den Zusammenhang falschen Korrelationskoeffizienten. Bei einem perfekten monotonen Zusammenhang, der aber nicht linear ist, wird der Bravais-Pearson niedrig ausfallen - ebenso wie man einen niedrigen Wert für Spearman oder Kendall erwarten müsste, würde man sie auf einen bivariaten Datensatz anwenden, der eine exakte Cosinusfunktion beschreibt. In beiden Fällen läge ein sehr starker Zusammenhang vor - nur eben  nicht von der Art, die man mit dem jeweiligen Korrelationskoeffizienten aufspüren kann. Insofern ist z.B. ein niedriger Wert für Bravais-Pearson oder Kendall in der Tat kein Beleg dafür, dass im untersuchten Datensatz keine Korrelation existiert - sondern nur eben dafür, dass (wahrscheinlich, siehe nächster Punkt) keine lineare bzw. monotone Korrelation vorliegt.

2) Schon ein einziger Ausreißer im Datensatz kann das Ergebnis einer Korrelationsanalyse erheblich beeinflussen - man denke etwa an den Leverage-Effekt bei der linearen Regression. Befinden sich also Ausreißer (uni- wie bivariate) im Datensatz, kann die Berechnung eines Korrelationskoeffizienten ohne vorherige Bereinigung des Datensatzes in der Tat dazu führen, dass sich ein schwacher Korrelationswert ergibt, obwohl tatsächlich eine sehr starke Korrelation vorliegt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-9979">Jörg Kleinsteuber</a>.</p>
<p>@Jörg Kleinstüber: Vielen Dank für die freundliche Rezension und natürlich die interessante Frage. Sicher ist, dass das Vorhandensein einer Korrelation nicht zwangsweise bedeuten muss, dass auch ein inhaltlicher Zusammenhang existiert &#8211; aber könnte es umgekehrt ein Szenario geben, in dem ein Korrelationskoeffizient sehr niedrig ausfällt, obwohl eigentlich doch ein Zusammenhang besteht?</p>
<p>Ich würde das bejahen. Insbesondere zwei Möglichkeiten fallen mir ad hoc ein:</p>
<p>a) Man testet mit dem für den Zusammenhang falschen Korrelationskoeffizienten. Bei einem perfekten monotonen Zusammenhang, der aber nicht linear ist, wird der Bravais-Pearson niedrig ausfallen &#8211; ebenso wie man einen niedrigen Wert für Spearman oder Kendall erwarten müsste, würde man sie auf einen bivariaten Datensatz anwenden, der eine exakte Cosinusfunktion beschreibt. In beiden Fällen läge ein sehr starker Zusammenhang vor &#8211; nur eben  nicht von der Art, die man mit dem jeweiligen Korrelationskoeffizienten aufspüren kann. Insofern ist z.B. ein niedriger Wert für Bravais-Pearson oder Kendall in der Tat kein Beleg dafür, dass im untersuchten Datensatz keine Korrelation existiert &#8211; sondern nur eben dafür, dass (wahrscheinlich, siehe nächster Punkt) keine lineare bzw. monotone Korrelation vorliegt.</p>
<p>2) Schon ein einziger Ausreißer im Datensatz kann das Ergebnis einer Korrelationsanalyse erheblich beeinflussen &#8211; man denke etwa an den Leverage-Effekt bei der linearen Regression. Befinden sich also Ausreißer (uni- wie bivariate) im Datensatz, kann die Berechnung eines Korrelationskoeffizienten ohne vorherige Bereinigung des Datensatzes in der Tat dazu führen, dass sich ein schwacher Korrelationswert ergibt, obwohl tatsächlich eine sehr starke Korrelation vorliegt.</p>
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		<title>
		Von: Jörg Kleinsteuber		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-9979</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörg Kleinsteuber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2020 16:45:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://wissenschafts-thurm.de/?p=3205#comment-9979</guid>

					<description><![CDATA[Sehr gut und verständlich dargelegte 4 Ursachen einer starken Korrelation. Wir haben genau das letzte Woche  in der Vorbereitungswoche der Seminarfacharbeit für SEKII diskutiert. Viele Schülerteams erwägen u.a. eine Umfrage zu machen.
Frage: Wie ist die Aussage zu einer NICHT vorhandenen, bzw. sehr schwachen Korrelation? Ist ein Faktor von r=0... 0,1 ein starkes Indiz dafür, dass die beiden Variablen NICHT in einen kausalen Zusammenhang stehen? Natürlich könnte eine dritte Variable einen tatsächlich existierenden Zusammenhang &quot;auslöschen&quot;.

Nette Grüße aus Thüringen
von einem Mathe-Pauker ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr gut und verständlich dargelegte 4 Ursachen einer starken Korrelation. Wir haben genau das letzte Woche  in der Vorbereitungswoche der Seminarfacharbeit für SEKII diskutiert. Viele Schülerteams erwägen u.a. eine Umfrage zu machen.<br />
Frage: Wie ist die Aussage zu einer NICHT vorhandenen, bzw. sehr schwachen Korrelation? Ist ein Faktor von r=0&#8230; 0,1 ein starkes Indiz dafür, dass die beiden Variablen NICHT in einen kausalen Zusammenhang stehen? Natürlich könnte eine dritte Variable einen tatsächlich existierenden Zusammenhang &#8222;auslöschen&#8220;.</p>
<p>Nette Grüße aus Thüringen<br />
von einem Mathe-Pauker 😉</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Christian Reinboth		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-5040</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Reinboth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2018 07:22:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://wissenschafts-thurm.de/?p=3205#comment-5040</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-5039&quot;&gt;Dellemann Manfred&lt;/a&gt;.

@Manfred Dellemann: Das ist eine äußerst spannende Frage - darüber habe ich noch nie nachgedacht. Vielen Dank dafür! Ich werde das mal recherchieren und schauen, ob ich eine brauchbare Antwort für Sie finden kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-5039">Dellemann Manfred</a>.</p>
<p>@Manfred Dellemann: Das ist eine äußerst spannende Frage &#8211; darüber habe ich noch nie nachgedacht. Vielen Dank dafür! Ich werde das mal recherchieren und schauen, ob ich eine brauchbare Antwort für Sie finden kann.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Dellemann Manfred		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-5039</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dellemann Manfred]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2018 17:35:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://wissenschafts-thurm.de/?p=3205#comment-5039</guid>

					<description><![CDATA[ich würde gerne wissen, von wem diese aussage stammt: Korrelation ist nicht gleich Kausalität oder anders  formuliert: wem wird diese aussage zugeordnet oder hat sie als erster ausgeführt/ angeführt. 
wäre für mich sehr wichtig, weil ich eine arbeit schreibe wo dies vorkommt und ich würde gerne die quelle zitieren können.
danke]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich würde gerne wissen, von wem diese aussage stammt: Korrelation ist nicht gleich Kausalität oder anders  formuliert: wem wird diese aussage zugeordnet oder hat sie als erster ausgeführt/ angeführt.<br />
wäre für mich sehr wichtig, weil ich eine arbeit schreibe wo dies vorkommt und ich würde gerne die quelle zitieren können.<br />
danke</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Christian Reinboth		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-819</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian Reinboth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 08:13:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://wissenschafts-thurm.de/?p=3205#comment-819</guid>

					<description><![CDATA[@Jürgen Scharf: Vielen Dank! Das Lob eines Mathematikers freut uns hier natürlich ganz besonders. Schöne Grüße nach Magdeburg!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Jürgen Scharf: Vielen Dank! Das Lob eines Mathematikers freut uns hier natürlich ganz besonders. Schöne Grüße nach Magdeburg!</p>
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		<title>
		Von: Jürgen Scharf		</title>
		<link>https://wissenschafts-thurm.de/grundlagen-der-statistik-korrelation-ist-nicht-kausalitaet/#comment-817</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Scharf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2016 20:40:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe diese Abhandlung gerne gelesen. Die Beispiele sind anschaulich und warnen hoffentlich allzu &quot;Gläubige&quot; an Algorithmen vor voreiligen Schlüssen. 
Jürgen Scharf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe diese Abhandlung gerne gelesen. Die Beispiele sind anschaulich und warnen hoffentlich allzu &#8222;Gläubige&#8220; an Algorithmen vor voreiligen Schlüssen.<br />
Jürgen Scharf</p>
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