Es ist wie bei den drei Musketieren oder Donald Ducks Neffen: Zusammen kann man oft mehr erreichen. Gilt das auch für eine private Lerngruppe oder ist das doch nur vertane Zeit? Das hängt ganz davon ab, was man daraus macht. Hier ein paar Tipps.
Gemeinsam geht manches manchmal besser, als alleine. Man denke nur an die drei Musketiere: „Einer für alle, alle für einen“, so lautet nicht umsonst deren Devise. Zusammen scheuen die Roman- und Filmhelden keine Auseinandersetzung, trotzen Intrigen und wissen sich auch sonst in allerlei Abenteuern zu behaupten. Oder Tick, Trick und Track, die Neffen der Comicfigur Donald Duck. Als Pfadfinder des Fähnlein Fieselschweif sind sie immer unterwegs mit ihrem „Schlauen Buch“ als unerschöpfliche Wissensquelle. Alles nur Luftgebilde und fiktive Figuren? Ja, stimmt. Lernen kann man davon aber trotzdem etwas, gerade auch für das Studium. Wie wäre es beispielsweise mit einer privaten Lerngruppe bzw. Lern-AG? Die bietet sich bei rechtlichen Fächern unbedingt an, denn
Gute Gründe also, nicht auf eine Lerngruppe zu verzichten, oder? Zumal es eine private Lerngruppe obendrein noch erlaubt, wieder die Kommunikationsfähigkeit und damit eine wichtige Schlüsselqualifikation zu trainieren.
Eine Lerngruppe lässt sich ganz einfach auf die Beine stellen. Wie erfolgreich sie letztlich ist, hängt natürlich maßgeblich davon ab, was man daraus macht. Es soll ja nicht nur ein geselliger Plausch werden. Glücklicherweise genügt es schon, ein paar (wenige) Regeln zu beachten.
Es reicht vollkommen, sich über folgende Punkte zu verständigen.
Wie bereits erwähnt, ist die inhaltliche Arbeit das A und O. Deshalb sollte man sich gemeinsam über das Ziel verständigen. Was will man mit der Lerngruppe eigentlich erreichen? Abhängig davon wird sich auch die inhaltliche Zusammenarbeit gestalten. Nachstehend dazu ebenfalls ein paar Anregungen.
Eine vorlesungsbegleitende Lerngruppe – der Name sagt es schon – findet parallel zu einer Veranstaltung statt. Wer das nicht alleine tun möchte, kann so zusammen mit anderen die letzte Vorlesung nachbereiten und die kommende Vorlesung vorbereiten. Oft wird dann eine weitere individuelle Vor- oder Nachbereitung der jeweiligen Vorlesungen gar nicht mehr erforderlich sein. Man kann sich an folgenden Fragen orientieren (Checkliste):
Sofern die Rechtsanwendung und die Fallbearbeitung eine Rolle spielen, lohnt es sich auch in der Lerngruppe genau hinzuschauen: Gemeinsam kann man insbesondere die bereits behandelten Fälle wiederholen. Und sofern schon bekannt, lassen sich auch Fälle für die kommende Vorlesungsstunde vorbereiten.
Der entscheidende Vorteil einer solchen vorlesungsbegleitenden Lerngruppe ist es, am Ball zu bleiben. Zudem festigt sich das Wissen durch das Erinnern der Vorlesungsinhalte. Und man bleibt auf aktuellem Stand: Vorlesungsmitschriften lassen sich vergleichen und – wo erforderlich – ergänzen oder korrigieren. Und sollte jemand eine Vorlesung einmal verpasst haben, was ja (aus welchen Gründen auch immer) mal vorkommen kann, dann verliert man mittels der Lerngruppe nicht den Anschluss. Ebenfalls gut.
Vor allem zum Semesterende hin kann aus einer vorlesungsbegleitenden Lerngruppe auch eine prüfungsorientierte Lerngruppe werden. Oder man gründet gleich eine zu diesem Zweck. Bei einer solchen Lerngruppe liegen die Schwerpunkte etwas anders. Hier geht es weniger darum, sich mit dem Vorlesungsinhalt vertraut zu machen. Stattdessen bereitet man sich konkret auf die anstehende Prüfung vor. Wenn es dabei um die Fallbearbeitung und Rechtsanwendung geht, kann man sich auch in der Lerngruppe darauf konzentrieren. Geht es eher um das Abprüfen von Wissen, kann man Prüfungssituationen durch Frage-Antwort-Tests durchspielen (das lässt sich natürlich auch schon in vorlesungsbegleitenden Lerngruppen unterbringen). Eine prüfungsorientierte Lerngruppe kann – wenn sie gut eingespielt ist – zudem helfen, die anstrengende Prüfungszeit zu meistern.
Der wichtigste Tipp: Einfach mal anfangen und ausprobieren. Damit die Lerngruppe keine Eintagsfliege bleibt, empfiehlt es sich, noch auf folgende Punkte zu achten.
Eine private Lerngruppe kann das eigene Lernen natürlich nicht ersetzen. Das wird stets der maßgebliche Erfolgsgarant bleiben. Aber man muss nicht zum Einzelkämpfer mutieren. Wer eine private Lerngruppe in Erwägung zieht, sollte das als sinnvolle Ergänzung der eigenen Lernstrategie sehen. Ein Versuch lohnt aus den genannten Gründen in jedem Fall.
Und wie sind die eigenen Erfahrungen mit dem Lernen in der Gruppe? Du kennst andere, denen die Anregungen nützen können? Dann teile den Beitrag mit Freunden.
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