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Formate von Third Mission: Wie lassen sich die zahlreichen Aktivitäten gliedern?

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Im Projekt TransInno_LSA veranstalten wir jährliche Treffen, um uns miteinander auszutauschen, Impulsgeber- und Nehmer zu sein und das Gesamtvorhaben voranzubringen. Diese Treffen nennen wir Netzwerktagung. Wir haben diese Tagung genutzt, um die Formate nach denen sich Third Mission unserer Meinung unterteilen lässt, auf die Probe zu stellen.

Netzwerktagung – Wieso?

Unsere letzte Netzwerktagung fand, wie die meisten Veranstaltungen in den letzten 15 Monaten, online statt. Das hatte, meiner Meinung nach, einige Vor- und Nachteile.

Subjektive Vor- und Nachteile einer online-Netzwerktagung

Vorteil dieser Art der Veranstaltung war ganz klar, dass die Teilnehmenden einen geringeren Aufwand für die Anreise betreiben mussten: Sie mussten nur auf einen Link klicken. So konnten wir, meiner Vermutung nach, mit einer höheren Teilnehmerzahl arbeiten.

Nachteilig bei solchen Veranstaltungen ist aber, meiner Erfahrung nach, zweierlei: Zum einen scheinen online-Termine als weniger bindend empfunden zu werden. Für solche Termine habe ich mir für gewöhnlich einen ganzen Tag geblockt, ein Hotel gebucht und die Anreise geplant. Heute muss ich nur noch daran denken teilzunehmen, wodurch das Hemmnis abzusagen weniger ausgeprägt scheint.

Zum anderen könnte ein online-Austausch weniger interaktiv sein. Hier muss ich aber ein großes Lob an unsere Projektkoordination aussprechen, die mit dieser Problematik sehr geschickt umgegangen ist und sie minimiert hat.

Das TBT-Ziel bei der Netzwerktagung

Wir haben die Netzwerktagung genutzt, um unsere Third-Mission-Struktur-Brille zu putzen. Im Team haben wir uns in den letzten Monaten sehr intensiv mit den verschiedenen Formaten, Zielen und Messfaktoren für Third-Mission-Aktivitäten befasst. Diese fokussierte Arbeit hatte, so vermuteten wir, zur Folge, dass die für uns simplen und allgemeinverständlichen Ergebnisse, dies möglicherweise nicht mehr waren. Um später Ergebnisse anbieten zu können, die sowohl unserer eigenen als auch anderen Hochschulen nützen, wollten wir uns dieser möglichen Problematik stellen.

Als aktiven Beitrag zur Gestaltung der Tagung, erstellten wir daher eine grafische Übersicht der Unterteilung der Formate von Third-Mission-Aktivitäten.

Formate von Third-Mission-Aktivitäten

Die Untergliederung entstand als Ergebnis der im Jahr 2019 durchgeführten qualitativen Interviews an den Verbundhochschulen und der darauffolgenden Aufbereitung, Diskussion und Konzentration der Resultate als Basis für eine validierende quantitative Studie.

Ein genauer Blick auf die Formate

In erster Ebene teilen sich die Formate nach ihrer Eingliederung in den Hochschulkontext gemäß der verwendeten Definition von Third Mission: Sie sind den Forschungstätigkeiten, den Lehraktivitäten oder denjenigen Aktivitäten zuzuordnen, die im Einklang stehen mit den strategischen Zielen oder dem Leitbild der jeweiligen Hochschule.

In der nächsten Ebene werden die Formate nach Art der aktiven Gestaltung der Welt untergliedert. Diese sind unterschiedlich, je Hochschul-Mission/Ziel. Ein Beispiel:

Der Student Karl Sellerie studiert im Master Technisches Innovationsmanagement an der Hochschule Harz. Er absolviert im Rahmen dessen ein Projekt in Kooperation mit dem Landeskriminalamt, bei dem es um Digitalisierung und Spurensicherung geht.

Dieses Projekt ist der Hochschulmission Lehre zuzuordnen und dem Format kooperatives Projekt. Der Einfachheit halber, wurde für die Netzwerktagung eine Darstellung gewählt, die die Missionen außeracht lässt. Die Einteilung erfolgte damit nur in die Formate zweiter Ebene (siehe Abbildung).

Miro-Board der Netzwerktagung

Miro-Board des Projekt TBT aus der Netzwerktagung. Quelle: TBT

Im Endeffekt: Ergebnisse unserer Beteiligung

Insgesamt sieht die Struktur also komplexer aus, als sie ist – was auch das Ergebnis unseres Beitrags bei der Netzwerktagung ist.

Die Kolleginnen und Kollegen aus den Teilprojekten zeigten sich durchaus positiv. Ihr Umgang mit der Struktur und ihr Verständnis der Formate war tatsächlich bedeutend besser, als wir es erwartet hatten. Wir baten die Kolleginnen und Kollegen nach einer kurzen Einführung, ein digitales Klebchen in der ihnen zugeteilten Farbe in das jeweilige Format-Feld zu setzen, wenn sie eine Aktivität dieser Art im Rahmen ihres Projekts durchgeführt haben. Es ist zu beachten, dass die gewählte Abbildung nur Aussschnitte aus den Aktivitäten der Projekte beeinhaltet. Dies war aus zeitlichen Gründen im Rahmen der Netzwerktagung nicht anders möglich.

Wir konnten daraus lernen, dass unsere Darstellung die reellen Ansichten, Erfahrungen und Verständnisse aufgreift und verständlich ist.

Wie geht es weiter?

Im nächsten Schritt wird unsere Kollegin Amelie Kornek eben jene Teilprojekte kontaktieren und mit ihnen über Erfolg sprechen. Was für Aktivitäten führen sie durch? Wo sind diese Aktivitäten in der hnen bekannten Struktur einzuordnen? Sind diese Aktivitäten erfolgreich? Woran machen sie fest, dass diese Aktivitäten erfolgreich sind?

Auf diese Weise nähern wir uns weiterhin, Stück für Stück, der Third-Mission-Bewertungs-Toolbox.

Autor:

Rebecca Spaunhorst studierte Technisches Innovationsmanagement (M.Eng.) an der Hochschule Harz. Seit 2018 ist sie in im Forschungsprojekt TransInno_LSA angestellt, einem Verbundprojekt der Hochschulen Harz, Magdeburg-Stendal und Merseburg im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ des BMBF. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Aufnahme, Bewertung und Förderung von Third-Mission-Aktivitäten.

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