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Fachbücher als E-Books

 

Wir haben unsere Reihe „Kleine Online Bibliothek des wissenschaftlichen Arbeitens“ mit dem 1. Band „Anforderung an wissenschaftliches Arbeiten kennenlernen“ gestartet. Doch was sind eigentlich E-Books genau? Welche vor und Nachteile sind damit verbunden? Braucht man ein Gerät, um die Texte zu lesen? Im folgenden Artikel erfährst du mehr.

Was sind E-Books und welche Formate gibt es?

Ein E Book (alternative Schreibweise eBook) ist ein elektronisches Buch, das auch als Digitalbuch bezeichnet wird. Es gibt sehr viele Formate für E-Books: angefangen von Microsofts Hilfe Datei-Format CHM bis hin zum TomeRaider-Format. Es haben sich jedoch drei Formate herauskristallisiert, die für E-Books besonders wichtig sind:

  • PDF (Portable Document Format)
    Das PDF-Format wurde von der Firma Adobe Systems als plattformunabhängiges Dateiformat entwickelt. Die Entwickler verfolgten das Ziel, dass ein Dokument unabhängig vom Betriebssystem oder der Hardware immer originalgetreu am Bildschirm betrachtet und ausgedruckt werden kann (PostScript-Format).
  • EPUB (Electronic Publication)
    EPUB ist ein offener Standard für E-Books, der vom International Digital Publishing Forum (IDPF) entwickelt wurde. Im Unterschied zum PDF Format ist eine dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße des Ausgabegerätes möglich.
  • MOBI, AZW und KF8
    Diese Formate werden von Amazon verwendet und besitzen verschiedene technische Möglichkeiten in der Darstellung der Texte. Du musst dir darüber aber keine Gedanken machen, denn die Formate funktionieren auf allen angebotenen Geräten und der Software von Amazon.

Brauche ich unbedingt einen E-Book Reader?

Nein. Für Kindle-E-Books von Amazon (hier erscheint auch unsere E-Book-Reihe), gibt es kostenlose Software (Kindle Lese-Apps) für Smartphones (Android und iPhones), Computer (Windows und Mac)  und Tablets (iPad, Android und Windows 8).

Wenn du eine Alternative zu der Amazon-Software suchst, dann können wir dir Calibre empfehlen. Ein sehr gutes kostenloses Programm, das nahezu alle E-Book-Formate beherrscht und nicht nur zum Lesen und Verwalten der E-Books benutzt werden kann, sondern auch in der Lage ist, E-Books in verschiedene Formate umzuwandeln. Viele Kindle-E-Books besitzen aber einen DRM-Kopierschutz.

Welcher E-Book-Reader ist der richtige für mich?

Es gibt verschiedene E-Reader wie PocketBook und Tolino. Einen aktuellen Testbericht hat die Zeitschrift CHIP im letzten Monat vorgelegt. Wir beschränken uns hier auf die Darstellung der Amazon-Produkte, da unsere E-Books zunächst lediglich hier zu erwerben sind.

Vor- und Nachteile von E-Books

Auch hier konzentrieren wir uns auf das Kindle-Angebot, wenngleich einige Aspekte natürlich auch auf andere Anbieter zutreffen.

Vorteile

  • Du kannst tausende E-Books auf Deinem Reader / Gerät speichern. Das ist praktisch wenn du auf Reisen bist oder unterwegs lernen willst.
  • Bücher können von jedem Ort aus gedownloadet werden – sofern du W-LAN oder 3G-Verbindung hast.
  • Es gibt viele kostenlose E-Books.
  • Mit dem Angebot „Kindle Unlimited“ hast du eine „E-Book-Flatrate“ und kannst Dir bis zu zehn E-Books zeitgleich ausleihen.
  • Du kannst sehr viele Komfortfunktionen nutzen: Schriftgröße ändern, Bedeutung von Wörtern nachschlagen, Wörter übersetzen.
  • Gerade bei Fachbüchern ist auch die Suchfunktion hilfreich.
  • Du kannst Randnotizen machen und diese auf Deinen Computer exportieren oder sogar auf Facebook oder Twitter posten.
  • Einmal gekaufte Bücher sind über die Lese-Apps auf allen Deinen Geräten verfügbar.
  • Alle künftigen Ausgaben und Aktualisierungen unserer E-Books sind kostenlos. So bleibst du immer auf dem aktuellen Stand.

Nachteile

  • Viele Menschen empfinden die Haptik eines Buches als angenehmer und arbeiten auch gerne mit Post-It-Zetteln, Unterstreichungen und handschriftlichen Randnotizen, was bei E-Books schlechterdings nicht möglich ist.
  • Beim Lernen oder der Erstellung eines wissenschaftlichen Textes, kann es auch sinnvoll sein, viele Bücher aufgeschlagen zu haben. Das geht mit digitalen Büchern nur sehr eingeschränkt.
  • Da sich die Texte dem Bildschirm anpassen, leidet häufig das Seitenlayout. Lücken im Text und so genannte „Hurenkinder und Schusterjungen“ (durch einen Seitenwechsel entstehende einzelne Zeile) sind keine Seltenheit. E-Book-Texte sind nichts für Ästheten.
  • Es gibt keine Seitenzahlen, daher können die Texte praktisch nicht zitiert werden.
  • Die Darstellung ist monochrom. Bei einigen Lehrbüchern sind farbliche Grafiken oder Fotos jedoch sehr wichtig.
  • Kindle-Geräte können das beliebte EPUB-Format nicht darstellen.

Fazit

Zwar bieten E-Books viele Vorteile, doch auch ebenso viele Nachteile. Daher werden sie insbesondere bei Fachbüchern auf absehbare Zeit die Papierbücher nicht ersetzen können. Unsere E-Book-Reihe „Kleine Online Bibliothek des wissenschaftlichen Arbeitens“ wird daher später auch in Printform erscheinen. Nicht ohne Grund werden jedoch immer mehr E-Books und E-Book-Reader verkauft. Eine ganze Bibliothek mitführen zu können und an jedem Ort zu jeder Zeit – im Zug oder auf der grünen Wiese – zur Verfügung zu haben, ist schon echter Luxus.

 

Autor:

Prof. Dr. Uwe Manschwetus hat seit 1997 eine Professur für Marketing-Management an der Hochschule Harz. Wissenschaftliches Arbeiten und Digitales Marketing sind zwei Schwerpunkte seiner Arbeit.

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