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Klein, aber oho – Das INNOmobil und seine nahezu unbegrenzten Möglichkeiten für Third Mission

Logo Third Mission

Raus aus dem Elfenbeinturm und ab auf die Straße! Die Kolleginnen und Kollegen im Projekt INNOmobil des Verbundprojekts TransInno_LSA wollen Hemmungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft abbauen, einen Perspektivwechsel herbeiführen und einen gegenseitigen fruchtbaren Dialog anstoßen. Im Interview haben mir Susan Wille und Anika Müller einiges über das Projekt, Ergebnisse und Erfahrungen berichtet.

Der Projektname hält zunächst einmal voll und ganz, was er verspricht: Um die oben beschriebene Erweiterung bestehender Denkweisen herbeizuführen, nutzen sie ihr fahrendes INNOmobil, das mit Blick auf das Kürzel der HOchschule MErseburg (HoMe) auch augenzwinkernd als Tiny-HoMe bezeichnet wird.

Hierbei handelt es sich um eine Art mobilen Mehrzweckraum, der es ermöglicht, die Third Mission in entlegenere Gebiete zu bringen. Gegenden, die bislang vom Geschehen an Hochschulen unberührt geblieben waren. Im Rahmen von Bildungsangeboten, Workshops und Veranstaltungen werden Inhalte und Forschungsergebnisse der Hochschule Merseburg in die Öffentlichkeit getragen. Hierzu zählen beispielsweise Schulen und Volkshochschulen oder auch Seniorenzentren. Als grundlegendes Ziel des Projekts kann das Begeistern von Menschen, der Abbau von Hemmschwellen und die gegenseitige Inspiration von Wissenschaft und Gesellschaft verstanden werden. Etwas, das wir – meiner Meinung nach – in diesen Zeiten ganz besonders brauchen.

INNOmobil von außen
So schön kann Third Mission sein: Das INNOmobil.
Quelle: INNOmobil

Das INNOmobil ermöglicht es aber nicht nur, Veranstaltungen zu besuchen, sondern auch, sie aktiv mitzugestalten. Die Zielgruppe ist dabei nicht von vornherein eingeschränkt, sondern auf die jeweiligen Angebote abgestimmt und reicht von Schulen über die öffentliche Verwaltung bis hin zur breiten Öffentlichkeit. Auch Angebote für Hochschulen selbst sind möglich und bereits Teil der Planung.

Wissenschaft zum Anfassen im INNOmobil

Der klare Vorteil der „Tiny-HoMe“ ist also, dass interessierte Personen nicht mehr unbedingt zur Hochschule kommen müssen, sondern auch in ihrem täglichen Leben, ob im Schul- oder Arbeitsalltag oder im Rahmen von Messen und ähnlichen Angeboten, von den besonderen Veranstaltungen und Mitmach-Angeboten des INNOmobil profitieren können.

Den Ideen für Aktivitäten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Das Team des INNOmobil kann zahlreiche Inhalte aus den verschiedenen Fachbereichen der Hochschule Merseburg in die Region bringen: Upcycling-Workshops, das Gestalten eigener Computerspiele, Bildungsangebote zur Rechtsextremismus-Prävention und vieles mehr. Die universelle Ausstattung des Mobiles ermöglicht es, diverse spannende und gesellschaftlich relevante Themen zu bearbeiten. Fachlich und pädagogisch begleitet werden die Bildungsangebote sowohl von Forschenden, Lehrenden und Studierenden der Hochschule Merseburg als auch von Angehörigen des INNOmobil-Teams selbst.

Ein erster Einblick in das INNOmobil
Einblick in das INNOmobil.
Quelle: INNOmobil

Zusammen mit den Fachbereichen der Hochschule werden Module erarbeitet, die mit dem Transferort  INNOmobil nach außen getragen werden. Das führt dazu, dass auch die Hochschule selbst immer wieder etwas lernen kann. Genau das ist es, was Third Mission und insbesondere Transfer auszeichnet: Inspiration und Rückmeldung von der Hochschule in die Gesellschaft und ebenso umgekehrt. Das Interesse an dem noch sehr neuen INNOmobil ist bereits jetzt sehr hoch. Allein seine physische Präsenz weckt Neugier – übrigens auch bei den Studierenden. Aber auch externe Kooperationspartnerschaften haben sich bereits angebahnt, und weitere externe Bildungseinrichtungen bekunden ihr Interesse. Das verdeutlicht, dass mobile Bildungsangebote sowohl zeitgemäß als auch notwendig sind.

Wann ist das INNOmobil erfolgreich?

Aber welchen Faktor hat das Team sich selbst als Erfolgs-Messgröße festgesetzt? Ganz logisch: Der Output des Projekts, die Qualität der durchgeführten Veranstaltungen.

Auch die Hochschule selbst profitiert von dem Mobil, da es die vorhandenen Strukturen mit den innovativen Formaten wie dem mobilen Lehr- und Lernort unterstützt und die Wechselwirkung mit den Menschen in der Region neue Impulse bringt.

Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr engagiert – sie bereiten Veranstaltungen detailliert vor und nach und passen auch die Ausstattung des Mobils individuell an die Gegebenheiten an.

INNOmobil von außen
INNOmobil im Einsatz.
Quelle: INNOmobil.

Das Team strebt nach steter Verbesserung und Anpassung in der Gestaltung und Verknüpfung der Bildungsangebote. Wenn Sie also beispielsweise Lehrerin oder Lehrer an einer Berufsschule sind und sich denken: „Das wäre was für uns, und ich habe auch eine eigene Idee, die ich gern mithilfe des INNOmobils verwirklichen würde“, dann sprechen Sie die Kolleginnen und Kollegen gerne an. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende des Artikels.

Einige persönliche Worte

Persönlich beschreiben die interviewten Kolleginnen Susan Wille und Anika Müller den Einblick  in die unterschiedlichen hochschulinternen Bildungsangebote und Forschungsprojekte als Highlights ihres beruflichen Alltags im Projekt INNOmobil. Sie lernten die Hochschule Merseburg damit selbst noch einmal von einer anderen Seite kennen und entwickeln eine Art Allrounder-Perspektive in vielen Bereichen, mit denen sie sonst nie in Kontakt gekommen wären.

Ein weiteres Highlight war für beide die Fertigstellung des Mobiles und die Überführung nach Merseburg gewesen. Die Früchte der Arbeit endlich wirklich zu sehen und dann ganz durchstarten zu können – was sie auch direkt getan haben.

Auch, dass nicht nur sie an Kooperationspartner herantreten, sondern auch Anfragen von außen kommen, ist natürlich toll. Es wird deutlich, dass nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch viele andere Stakeholder Interesse am Projekt haben.

Zum Abschluss

Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen vom INNOmobil weiterhin viel Erfolg. So motiviert, wie ich sie im Interview erlebt habe, kann dieses Projekt nur ein großer Erfolg werden.

Wenn Sie mit dem Team in Kontakt treten möchten, Beratung benötigen oder einen individuellen Workshop gestalten wollen: sehr gern. Nutzen Sie bitte die nachfolgende Mailadresse:

INNOmobil@hs-merseburg.de

PS: Wer sich übrigens Sorgen macht, dass die Kolleginnen und Kollegen auch jetzt im Winter den ganzen Tag draußen im Mobil sitzen, den kann ich beruhigen. Dieses ist zwar sehr beeindruckend, aber eben doch nur mit Strom beheizbar. Die Kolleginnen und Kollegen haben für die tägliche Arbeit daher ihre ganz normalen, immobilen Büros.

Autor:

Rebecca Spaunhorst studierte Technisches Innovationsmanagement (M.Eng.) an der Hochschule Harz. Seit 2018 ist sie in im Forschungsprojekt TransInno_LSA angestellt, einem Verbundprojekt der Hochschulen Harz, Magdeburg-Stendal und Merseburg im Rahmen der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ des BMBF. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Aufnahme, Bewertung und Förderung von Third-Mission-Aktivitäten.

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